Giulia Andreani eröffnet das Jubiläumsprogramm des Hamburger Bahnhofs mit monochromen Gemälden, die Brüche in offiziellen Geschichtsnarrativen sichtbar machen. Auf Fotografien aus Familienalben und Archiven basierend, thematisiert ihre Praxis des „Malens mit Fotografien“ kollektives Vergessen und neue Lesarten der Vergangenheit. Die Ausstellung bezieht sich auf Sigmar Polkes „Drei Lügen der Malerei“ von 1997 und zeigt Andreanis Werke im Dialog mit historischen Sammlungen.
Ausgangspunkt von Shilpa Guptas Ausstellung im Hamburger Bahnhof ist die monumentale Arbeit TRUTH, die Sprache, Macht und Kontrolle thematisiert. Die begehbare Skulptur hinterfragt Mechanismen der Wahrheitsbildung und deren Bedeutung für gesellschaftlichen Fortschritt. Im Dialog mit weiteren Arbeiten Guptas und Werken von Joseph Beuys hebt die Ausstellung gemeinsame Ansätze zu Sprache, Partizipation und sozialer Reflexion hervor und betont den künstlerischen Austausch als zentrales Anliegen des Hamburger Bahnhof.
Für die zweite Ausgabe der CHANEL Commission inszeniert Lina Lapelytė die Historische Halle des Hamburger Bahnhof als vielstimmigen Raum für eine partizipative Choreografie. Im Jubiläumsjahr sind die Besucher*innen eingeladen, aktiv Teil der Auftragsarbeit zu werden, die die besondere Architektur des Museums ins Zentrum stellt.
Die Vorsitzenden des Kulturstammtisches laden am 4. Dezember alle Kunstinteressierten sowie Freundinnen und Freunde des Hamburger Bahnhofs herzlich ein. Gemeinsam feiern wir den Jahresausklang mit einem Kulturstammtisch und einer festlichen Weihnachtsfeier. In geselliger Runde gibt es Gelegenheit zum Austausch über Kunst und Kultur, zum Netzwerken und zum Genießen eines stimmungsvollen Abends im Museum.